Frankfurt Green City ist ein dezernatsübergreifender Prozess, der die Entwicklung Frankfurts zu einer nachhaltigeren Stadt begleitet. Ziel ist es, inhaltsübergreifend und im Austausch mit der Stadtgesellschaft das Thema nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Damit soll die Lebensqualität in Frankfurt erhalten und weiter erhöht werden.
Aktuell arbeiten sieben Dezernate in dem Prozess zusammen. Hauptverantwortlich für den Prozess ist das Dezernat für Klima, Umwelt und Frauen (Dez. X).
Unter dem inhaltlichen Dach von Frankfurt Green City haben Themen wie beispielsweise nachhaltige Beschaffung, Grün- und Freiflächen, Klimaschutz oder Radfahren einen gemeinsamen Bezugspunkt – unabhängig davon, ob sie in der Politik und Verwaltung in unterschiedlichen Zuständigkeiten liegen.
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Der Frankfurter Nachhaltigkeitsprozess bezieht sich auf die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, die von allen UN-Mitgliedsstaaten im September 2015 beschlossen wurde. Sie enthält 17 global-gültige Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – „SDGs“), um die Lebenssituation aller Menschen zu verbessern und gleichzeitig unseren Planeten zu erhalten. Im Jahr 2018 hat die Stadt Frankfurt am Main die Umsetzung der Agenda 2030 auf lokaler Ebene beschlossen und ist damit sogenannte Zeichnungskommune geworden.
Mit dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zu den 17 SDGs basiert der Frankfurt Green City-Prozess auf einem Zielsystem, das zahlreiche Aspekte in den Blick nimmt und über ökologische Zielstellungen weit hinausgeht.
Der Prozess wurde 2011 mit der Bewerbung um den Titel „Europäische Grüne Hauptstadt 2014“ angestoßen und wird seitdem kontinuierlich fortgesetzt.
Weitere Informationen zum Green City-Prozess finden Sie auf: www.frankfurt-greencity.de
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Mit der Nachhaltigkeitsstrategie benennt die Stadt Frankfurt als Zeichnungskommune der Agenda 2030 konkrete Ziele, um die Lebensqualität in Frankfurt dauerhaft zu steigern und für künftige Generationen zu sichern. Die Strategie wurde am 14.11.2025 durch den Magistrat und am 29.01.2026 durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen.
Im Fokus der Frankfurter Strategie stehen vier Handlungsfelder, die als erste Schwerpunkte ausgewählt wurden:
Die erarbeiteten Inhalte der Strategie sind eine strategische Handlungsanleitung für die Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung in Frankfurt am Main im Kontext der Agenda 2030.
Im Handlungsprogramm werden nicht alle geplanten städtischen Aktivitäten vollständig aufgegriffen und abgebildet. Das Programm zeigt vielmehr, in welchen Bereichen die Stadt im Rahmen des Frankfurt Green City-Prozesses in den nächsten Jahren Schwerpunkte setzen möchte.
Die Strategie soll weiterentwickelt werden und weitere Themenkomplexe umfassen, um langfristig eine gesamtstädtische Nachhaltigkeitsstrategie für Frankfurt aufzubauen. Anfang 2025 wurde damit begonnen, die Handlungsfelder „Bildung“ und „Soziale und gesundheitliche Gerechtigkeit“ zu bearbeiten.
Die Strategie wurde vom Umweltamt im Rahmen des Projekts „Global Nachhaltige Kommune Hessen“ gemeinsam mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global (EG) in Kooperation mit der Geschäftsstelle Nachhaltigkeitsstrategie Hessen erstellt. Das Projekt wurde im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt.
Die Nachhaltigkeitsberichterstattung der Stadt Frankfurt am Main ist ein Baustein des Green City-Prozesses. Das Nachhaltigkeitsdashboard knüpft an den Nachhaltigkeitsbericht 2020 der Stadt Frankfurt am Main an.
Um den globalen Nachhaltigkeitsdiskurs aufzunehmen und der Komplexität der Aufgabenstellung gerecht zu werden, orientiert sich das Nachhaltigkeitsdashboard als Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsberichts an den 17 SDGs. Um eine zeitliche Entwicklung abzubilden und eine Vergleichbarkeit mit anderen Städten zu ermöglichen, wurde für den Nachhaltigkeitsbericht 2020 ein Indikatorenset zusammengestellt, das auch die Grundlage für die Kacheln auf dem Nachhaltigkeitsdashboard darstellt.
Das Indikatorenset orientiert sich an der Veröffentlichung SDG-Indikatoren für Kommunen aus dem Jahr 2025 in der 4. Auflage. Mit dieser Publikation wurde ein Indikatorenrahmen aus über 100 Indikatoren entwickelt, der die 17 SDGs mit ihren Unterzielen abbildet. Dieser kommunenübergreifende Standard ermöglicht eine vergleichbare Berichterstattung in Deutschland.
Für den Nachhaltigkeitsbericht 2020 wählten die an der Erstellung beteiligten Dezernate und Fachstellen in einem iterativen Prozess 61 Indikatoren aus, die den Fortschritt Frankfurts in Bezug auf die einzelnen SDGs quantitativ und qualitativ messbar machen. Viele Indikatoren wurden aus den SDG-Indikatoren für Kommunen übernommen oder modifiziert. Die Kriterien für die Auswahl der 61 Indikatoren waren Relevanz, vorhandene Zielsetzungen, Eignung zur Abbildung des jeweiligen SDGs sowie die Verfügbarkeit der Daten. Die Auswahl erfolgte in Workshops und Arbeitstreffen des Lenkungskreises und der Redaktionsgruppe des Frankfurt Green City-Prozesses.
Für das Nachhaltigkeitsdashboard wurde die Indikatorik aus dem Jahr 2020 fortgeführt und bei Bedarf aktuellen Entwicklungen angepasst.
Jede Kachel auf dem Dashboard bildet einen Indikator für die Frankfurter Berichterstattung ab und zeigt Daten und Bezüge zu den SDGs. Auf den Rückseiten der Kacheln unter "Mehr Details" finden sich weitere Informationen zu den Entwicklungen, Aktivitäten, Projekten und Prozessen.
Gegliedert sind die Indikatoren nach den Handlungsfeldern:
um die Bezüge zu den zentralen kommunalen Aufgaben und Wirkungsfeldern sichtbar zu machen. Für vier der fünf Handlungsfelder hat der Magistrat der Stadt Frankfurt mit der Nachhaltigkeitsstrategie 2030+ bereits Ziele verabschiedet, zu deren Wirkungsmessung das Dashboard beiträgt.
Das Dashboard wird sukzessive erweitert und regelmäßig aktualisiert, um den Stand der nachhaltigen Entwicklung in Frankfurt zu zeigen.